Alte Laptops verkaufen – was Unternehmen dabei wirklich riskieren
Wenn aus Kosteneinsparung ein Compliance-Albtraum wird Drei Jahre alter Laptop-Pool. 200 Geräte. Neubeschaffung läuft. Und jetzt? Viele IT-Manager kennen diesen Punkt im Refresh-Zyklus genau – und unterschätzen ihn trotzdem systematisch. Das Problem ist nicht der Verkauf selbst. Das Problem ist, was auf den Festplatten noch drauf ist, wenn die Geräte das Haus verlassen. Laut BSI-Richtlinien gilt: Eine einfache Windows-Formatierung löscht keine Daten sicher. Recoverytools wie Recuva oder TestDisk holen gelöschte Dateien in Minuten zurück. Wer alte Laptops verkaufen möchte, ohne vorher eine zertifizierte Datenvernichtung durchgeführt zu haben, verstößt möglicherweise gegen Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO – die Pflicht zur „Integrität und Vertraulichkeit" personenbezogener Daten. Kein theoretisches Szenario. Die Aufsichtsbehörden verhängen Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Für ein mittelständisches Unternehmen mit 50 Millionen Euro Ums...